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Biken in der Mongolei

Mit dem Bike auf den Spuren des Dschingis Khan 15.07.-05.08.2017 Drei Wochen durch die schönsten Orte der Zentralmongolei verbrachte heuer eine Gruppe von Naturfreunde-Mountainbikern in der fernen Mongolei mit den zwei Guides Herbert Schöttl (Naturfreunde Ortsgruppe Walding) und Elisabeth Walter (NF OG Mödling).

 

Route:

Von Ulan Bator fuhr die 17köpfige Gruppe mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Erdenet,

wo mit dem Bus und Bikes diese Rundreise begann, die viele hundert Kilometer durch die

westliche Mongolei führte. Der Öggi See, Tsagaan See, Orkhon Wasserfall, sowie Karakorum, die ehemalige Hauptstadt unter Dschingis Khan wurden besichtigt. Im Hustai- Nationalpark wurden sogar die Przewalski Wildpferde (Urpferde) gesichtet. Die Mongolen sind äußerst freundlich, aber auch sehr scheu und zeigen nach außen hin fast kein Lächeln. „Sie freuen sich innerlich und zeigen es kaum“, so der Begleiter Bulgan, der mit Herbert Schöttl vor acht Jahren schon durch die Mongolei unterwegs war. Bulgan ist gebürtiger Mongole, der in München studiert. Er organisierte die Mannschaft, die die Naturfreunde-Gruppe begleitete. Sie bestand aus vier Chauffeuren und zwei Köchinnen. Auch die Camps, in denen die Gruppe nächtigte wurden von ihm organisiert. Auf der Reise wurde neun Mal in Zelten und sieben Mal in einer Jurte genächtigt.

 

Wetter:

Kein einziger Regentag trübte diese beeindruckende Reise. Das Wetter zeigte sich an den 16 Radtagen von seiner besten Seite: mit mehr 30 Grad Lufttemperatur (obwohl im Juli Regenzeit ist).

Insgesamt wurden über 700 Kilometer zurückgelegt, nur etwa 100 km davon waren asphaltierte Strecke. Bis auf über 2000 Meter Seehöhe ging die Reise. Oftmals wurden Wiesen befahren, die übersät von Edelweiß waren. In der Mongolei sind Edelweiße begehrtes Futter der Ziegen.

 

OWOO = Gebetsstellen

 

Um eine unfallfreie Fahrt und schönes Wetter zu haben, wurde oft ein „Owoo“ drei Mal mit dem Bike umrundet. Auf fast jedem Berg steht ein Owoo, das vorwiegend aus Steinen und all dem, was Buddhisten heilig ist, besteht. Die Mongolei besteht aus unendlicher Steppenlandschaft mit spärlichem Bewuchs. Unzählige Herden von Schafen, Kamelen und Pferden kreuzten den Weg der Biker. Auch wurde hin und wieder der Platz am Fahrradsattel unserer Teilnehmer gegen den Rücken eines Kamels oder Pferdes der Mongolen getauscht. Auch für die Nomaden war das eine kleine Abwechslung, viele haben eine monatelange Reise und tausende Kilometer von zu Hause entfernt hinter sich. Die Nomaden haben meist Ulan Bator als Ziel. Dort werden ihre Herden verkauft, um den Erlös wird eingekauft und dann die Heimreise zu den wartenden Familien angetreten.

 

Mittagessen bei Nomaden:

Einmal wurde die Gruppe von einer Nomadenfamilie zum Mittagessen in die Jurte eingeladen. Es gab echtes Mongolenessen: Schaffleisch, Airak (vergorene Stutenmilch) und Maultaschen. Sonst war das Essen eher dem europäischen Geschmack angepasst, mit Rindoder Hühnerfleisch. Bei Pausen wurden die BikerInnen oft von Einheimischen besucht und bestaunt. Sie wurden dann von unseren Begleitern zum Essen eingeladen. Das war eine kleine Abwechslung zum eintönigen Speiseplan der Nomaden, denn diese ernähren sich ausschließlich von Fleisch, Mehl und Milch.

In der Mongolei sind Biker wahre Exoten. So begegneten die Naturfreunde-Biker nur ganz wenigen Sportskollegen. Die Mongolen sind dafür begnadete Reiter, schon von klein auf sind sie im Sattel unterwegs. Am Ende der Reise wurden noch Museumsbesuche gemacht, und nach Einkauf von herrlich warmer Kaschmir-Bekleidung ging es wieder auf zur Heimreise nach Österreich.

 

Die Mongolei ist auf jeden Fall eine Reise wert!

 

HERBERT SCHÖTTL

 

Mointainbike Abenteuer Mongolei:

Donnerstag, 30.11.2017- Gemeindesaal Ottensheim

 

Naturfreunde Mountainbike Reise
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